Immuntherapie bei MS

Ziele einer langfristigen MS-Behandlung sind:

  • weniger oft und weniger heftig auftretende Schübe
  • Verlangsamung des Krankheitsverlaufes
  • möglichst langes Hinauszögern von irreversiblen Folgen und Beeinträchtigungen durch die Erkrankung

Dazu werden Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem verändern (d. h. modulieren) oder unterdrücken (d. h. supprimieren). Diese Präparate können in Form von Spritzen, Tabletten, Kapseln oder Infusionen verabreicht werden.

Immunmodulatoren

Hierbei handelt es sich um Botenstoffe, die das Verhältnis von immunstimulierenden und immundämpfenden Mechanismen wieder ins Gleichgewicht bringen können. Sie schwächen das Immunsystem nicht. Unter Umständen können sie sogar beim Aufbau von durch die MS geschädigten Myelinscheiden helfen und Vernarbungen im ZNS verhindern.

Immunsuppression

Durch Medikamente werden die Abwehrzellen des Körpers gezielt unterdrückt. Wodurch es zu keinem weiteren Angriff des Nervensystems mehr kommt. Die eingesetzten Wirkstoffe können entweder verschiedene Zellen des Immunsystems gleichzeitig unterdrücken oder gezielt einzelne Bestandteile hemmen.

Welche Form der Immuntherapie zum Einsatz kommt, hängt von der individuellen Situation des Patienten ab. Und wird in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt entschieden.

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Regelmäßige Kontroll­unter­suchungen

Durch regelmäßige Kontrollen kann der behandelnde Arzt feststellen, ob der gewählte Immunmodulator noch die erwünschte Wirkung erzielt. Oder ob eine Anpassung der Therapie notwendig ist.

AT/NEUR/0318/0033

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