#MSConnections: Rückblick auf unsere Initiative zum Welt-MS-Tag

von | 22. Juni 2020 | Alltag & Beruf

Der Welt-MS-Tag wurde dieses Jahr aufgrund der Corona-Krise unter außergewöhnlichen Bedingungen zelebriert. Mit der globalen Kampagne rund um den jährlichen Aktionstag wurde heuer virtuell auf die Bedürfnisse und die Lebensrealität von Menschen mit MS und deren Angehörigen aufmerksam gemacht. 

Ein virtueller Welt-MS-Tag verbindet auf ungewöhnliche Weise

Unter dem Motto #MSConnections und #miteinanderstark konnte man heuer also gemütlich von zuhause aus zahlreiche spannende Dinge hören, lesen und ansehen, ExpertInnen in Online-Vorträgen zum Thema MS lauschen, in persönliche Geschichten von Betroffenen eintauchen und vielfältige Interpretationen des Themas „Verbindungen“ bestaunen. So wurde am 30. Mai auf der deutschen Facebook Seite des Welt-MS-Tags die Aufführung des globalen Multiple Sklerose-Chors live übertragen. Gemeinsam sangen zahlreiche Menschen „Lean on me“ von Bill Withers – ein Song, der Zusammenhalt symbolisiert und die gegenseitige Unterstützung, ganz nach dem diesjährigen Motto #MSConnections, in den Mittelpunkt rückt. Es wurde jedoch nicht nur gesungen, um Zusammenhalt zu demonstrieren – das Thema MS berührte auch als Bewegtbild. Der Film von Lina Jakobi, „A Guest in my Body“, in dem es um den jungen Daniel Ernst geht, der 2019 seine MS Diagnose erhalten hat, wurde in den vergangenen Wochen zahlreiche Male angesehen und in den sozialen Medien geteilt. Im Film erzählt Daniel, wie die Diagnose sein Leben auf den Kopf gestellt hat und wie er mit den Veränderungen, die damit einhergehen, lebt. Betroffene, Angehörige und Menschen, die ihre Solidarität mit der Welt teilen wollten, wurden außerdem dazu aufgerufen, ihre eigene Interpretation des Mottos #miteinanderstark in Form von Bild, Text, Film, Musik, Tanz, Theater oder als Flashmob in den sozialen Medien zu posten. Hier finden Sie die berührenden und vielfältigen Interpretationen des virtuellen Aufrufs auf Facebook.

 „Stark mit MS“: Bewusstsein für MS mit persönlichen Geschichten stärken

Auch wir von „Stark mit MS“ haben im Rahmen des Welt-MS-Tags auf unserer Facebook Seite Betroffene und ExpertInnen zu Wort kommen lassen, um über den Lebensalltag mit ihrer Erkrankung bzw. ihre Arbeit mit MS zu erzählen. Außerdem wurden hilfreiche Tipps für Krisenzeiten gegeben und über die Bedeutung von Faktoren wie Bewegung, familiäre und partnerschaftliche Unterstützung, bewusste Stressreduktion, Selbstliebe und -fürsorge gesprochen. 

So begeisterte etwa Marathonläufer Martin Geicsnek mit einem berührenden Einblick in sein außergewöhnliches Leben und seinen ganz eigenen Umgang mit der MS. Martin ist mittlerweile 99 Marathons gelaufen, der hundertste Lauf musste aufgrund der Corona-Krise vorerst verschoben werden. Warum es so wichtig ist, in Bewegung zu bleiben, wie Martin seine Liebe zum Sport auch mit MS in vollen Zügen auskostet und was er anderen Betroffenen mit auf den Weg geben will, erfahren Sie im Video.  

Stichwort Bewegung: Wie wichtig es ist, mit MS aktiv zu bleiben, und wie zentral dabei die verlässliche Unterstützung von ExpertInnen ist, haben die Physiotherapeutinnen Eva Pöltl, Melanie Dissauer und Birgit Halbertschlager von „Neurophysiotherapie“ im Rahmen ihrer fünf Live-Videos demonstriert. Von einer allgemeinen Einführung in die Neurophysiotherapie über die physiotherapeutischen Herangehensweise an Spastizität und Koordinationsstörungen bis hin zu Übungen, mit denen man sein Gleichgewicht täglich selbst zuhause testen kann – hier geht’s zu den Videos.

Wie man von zuhause aus außerdem auch Selbstliebe und Akzeptanz trainieren kann? In ihrem motivierenden Live-Power Talk hat die deutsche Bloggerin Samira Mousa, die mit ihrem Blog „chronisch fabelhaft“ unter dem Motto „frei, aktiv und glücklich – mit MS“ begeistert, darüber gesprochen, wie man auch in Rückschlägen Chancen erkennen kann und warum Selbstliebe der Schlüssel zu mehr Zuversicht ist. 

Rückschläge gab es besonders in den letzten schwierigen Monaten mit Covid-19 wohl für viele Menschen. Dr. Richard Gaugeler hat über seine Beobachtungen während der Krise gesprochen und erklärt, warum Menschen mit chronischen Erkrankungen besonders krisenerprobt sind. Außerdem hat der Facharzt für Innere Medizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapeutische Medizin erläutert, wie man in schwierigen Zeiten aus dem „Alarmmodus“ findet und hierfür vier hilfreiche Tools vorgestellt. Mehr dazu erfahren Sie hier. Weitere spannende Informationen zur psychischen Gesundheit während der Krise – und im Allgemeinen – gab es außerdem von Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Tesar-Pelz sowie von Mag. Julia Asimakis von der „MS Gesellschaft Wien“. Alle Videos unserer Initiative zum Welt-MS-Tag können Sie hier ansehen

Quellen:
https://www.facebook.com/weltmstag/

https://www.youtube.com/watch?v=c_5Zau08B40

http://2020.weltmstag.at/lina-jakobi-film-a-guest-in-my-body/

http://www.neurophysiotherapie.at/

https://chronisch-fabelhaft.de/

https://www.facebook.com/pg/starkmitms/videos/

 

 

M-AT-00000332 | Titelbild: © Stark mit MS

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