Tagtäglich sehen sich Betroffene den vielen „Fake Facts” zu MS konfrontiert, die sich hartnäckig halten und das Leben mit einer MS Erkrankung zusätzlich erschweren. Doch wieviel Wahrheit verbirgt sich hinter den gängigsten Klischees? Wir machen die Bestandsaufnahme und lassen den Mythen die Luft raus.

#1

„Diagnose MS – ich lande sicher früher oder später im Rollstuhl.“

Dank der Fortschritte in der Therapie muss das nicht passieren. Multiple Sklerose kennt viele Verlaufsformen – milde wie schwere. Eine zunehmende Behinderung lässt sich heute mit individuellen Therapien und Rehabilitation sehr gut verzögern oder sogar aufhalten.

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#2

„MS – von meinem Kinderwunsch kann ich mich verabschieden.“

Eine MS-Erkrankung schließt eine Schwangerschaft und gesunden Nachwuchs keineswegs aus. Der behandelnde Arzt informiert, was es zu beachten gilt und wie eine Schwangerschaft mit der individuellen Medikation möglich ist.

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#3

„Meine Frau hat MS – jetzt ist Sex kein Thema mehr.“

Multiple Sklerose kann zu verminderter Lust, Sexualstörungen oder Inkontinenz führen. Wichtig ist, Probleme zu benennen und mit dem Experten sowie dem Partner offen zu besprechen. Meist gibt es Lösungen.

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#4

„Als MS-Patient muss ich mich schonen – Sport ist tabu.”

Das Gegenteil ist der Fall – regelmäßige Bewegung verbessert bei Multipler Sklerose das Wohlbefinden und kann sich positiv auf den Gesundheitszustand auswirken. Ein ärztliches Gespräch schafft Klarheit.

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#5

„MS – was habe ich bloß falsch gemacht?“

Die Ursache für Multiple Sklerose ist derzeit noch unklar. Unterschiedliche genetische, hormonelle, altersspezifische, virale oder umweltbedingte Faktoren, aber keinesfalls persönliches Fehlverhalten, werden als Auslöser diskutiert.

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#6

„Einen Mitarbeiter mit MS kann ich in meinem Team nicht brauchen!“

Multiple Sklerose und Beruf sind durchaus vereinbar. Durch die zur Verfügung stehenden Therapien treten Krankenstände in geringerem Ausmaß auf als früher. Oft machen Vorurteile und mangelndes Wissen die Situation schwieriger als notwendig.

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#7

„Ich habe keine Symptome mehr – jetzt kann ich die MS-Medikamente absetzen.“

Auch wenn man als Betroffener von Multipler Sklerose aktuell keine Beschwerden spürt, ist es wichtig, sich weiterhin an medikamentöse Therapie zu halten. Die Krankheit kann nämlich auch ohne merkbare Anzeichen fortschreiten.

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#8

„Meine Mama hat MS – da behalte ich meine Sorgen für mich.”

Erkrankt ein Elternteil an Multipler Sklerose, trifft dies die ganze Familie. Doch man kann damit gemeinsam umgehen lernen – Partner und Kinder finden zusätzlich Unterstützung bei den Patientenorganisationen in Österreich: www.oemsg.at/landesgesellschaften

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#9

„MS – dagegen ist kein Kraut gewachsen.“

Die Forschung beschäftigt sich laufend mit Multipler Sklerose und macht bemerkenswerte Fortschritte. Dank dieser können die meisten Menschen mit MS ihre Krankheit heute gut handhaben. Neue Medikamente müssen jahrelang klinische Studien durchlaufen, um Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten.

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#10

„MS – das bekommen doch nur alte Leute!“

Multiple Sklerose tritt meist im jungen Erwachsenenalter auf. 20- bis 40-jährige Frauen gehören zu den Hauptbetroffenen.

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#11

„Ich habe MS – jetzt bin ich ganz allein mit meinen Sorgen.“

Multiple Sklerose stellt das Leben auf den Kopf. Doch kein Betroffener muss sich alleine fühlen – Patientenorganisationen wie die ÖMSG und die Landesgesellschaften sowie diverse MS-Community-Plattformen unterstützen und helfen, schnell die Orientierung wiederzuerlangen: www.oemsg.at/landesgesellschaften/

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#12

„Was mache ich, wenn meine Freundin plötzlich einen MS-Schub hat – die Verantwortung ist mir zu viel!“

Multiple Sklerose-Schübe können zwar unerwartet auftreten, werden aber von Betroffenen meist gut erkannt. Bei einem möglichen Schub sollte man sich an das behandelnde MS-Zentrum wenden.

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#13

„Mein Mann hat MS – jetzt wird er ein Pflegefall.“

Nicht jede Multiple Sklerose verschlimmert sich und geht von einem schubhaften in einen chronischen Verlauf über. Medikamentöse Therapien und Begleitmaßnahmen können dies hinauszögern oder gar verhindern.

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Fazit:
Die Diagnose Multiple Sklerose ist oft ein Schock und stellt die Lebensplanung mit einem Mal auf den Kopf. Dazu machen Vorurteile und mangelndes Wissen die Situation noch schwieriger als notwendig, denn sowohl die Erkrankung selbst als auch die entsprechende Therapie und begleitende Maßnahmen sind heutzutage gut mit Beruf, Alltag und Partnerschaft vereinbar.

Quelle: 

  • Baumhackl, Ulf (Hg.), Berger, Thomas: ÖMSB Österreichische Multiple Sklerose Bibliothek

AT/NEUR/0418/0084 | Titelbild: © ANDRANIK HAKOBYAN/Shutterstock.com

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