Auch wenn Sie manchmal das Gefühl haben sollten, mit Ihrer Diagnose ganz allein zu sein. So ist es nicht. Es gibt ein breites Unterstützungsangebot. Nützen Sie die vielen emotionalen und informativen Netzwerke in Ihrem Leben.

Das Leben mit einer chronischen Krankheit ist nicht leicht. Und jeder geht anders damit um: Der eine findet innere Stärke innerhalb der Familie. Der andere tauscht seine Erfahrungen gerne mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe aus. Holt sich aktiv Ratschläge im Internet oder nutzt das Angebot von psychologischer Betreuung. Der eine nimmt Unterstützungsangebote aus seinem persönlichen Umfeld gerne an. Der andere ist dadurch verärgert oder fühlt sich sogar bevormundet. So unterschiedlich wie die Multiple Sklerose sein kann, so facettenreich können auch die individuellen Bewältigungsstrategien sein.

So vielfältig wie MS sein kann, können auch die Bewältigungsstrategien von Betroffenen sein!

Vergessen Sie dabei aber nicht, auf die Menschen in Ihrem unmittelbaren Umfeld – Familie und Freunde; auch für sie ist die Situation neu bzw. ungewohnt. Vor allem auch Kinder gehören informiert und in den Behandlungsprozess miteingebunden. Ein offenes Gespräch über Wünsche und Befürchtungen oder mögliche Unterstützungsangebote im Alltag können hier hilfreich sein.

Auch Familie und Freunde und vor allem Kinder sind durch eine MS-Diagnose oftmals vor eine neue Situation gestellt. Bitte vergessen Sie das nicht!

Aber was tun, wenn man Angehöriger oder Freund eines MS-Patienten ist? Ganz wichtig: Bitte betrachten Sie das erkrankte Familienmitglied bzw. den Freund nicht mit Mitleid, sondern behandeln Sie ihn ganz „normal”. Sonst fühlt er sich als Außenseiter. Und das soll nicht sein. Bieten Sie aktiv Ihre Hilfe an. Bitte beachten Sie aber! Auch als Angehöriger kann es sein, dass Sie an Ihre Grenzen stoßen. Holen Sie sich Hilfe und Unterstützung, wenn Sie sie brauchen; beispielsweise auch bei Selbsthilfegruppen.

Auch für Angehörige kann der Besuch einer Selbsthilfegruppe hilfreich sein.

Bitte vergessen Sie nicht! Ihr behandelnder Arzt bzw. Ihre Ärztin aber auch die MS-Schwestern unterstützen Sie gerne im Umgang mit Ihrer Erkrankung.

Mit einem Klick zu hilfreichen Adressen und weiterführenden Informationen!

AT/NEUR/0918/0148 | Titelbild: © Supawadee56/Shutterstock.com

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