Ist MS vererbbar?

von | 18. Juni 2018 | Partnerschaft & Familie

Viele Faktoren müssen zusammenkommen, um die Erkrankung beim Einzelnen entstehen zu lassen, klärt Dr. Christian Bsteh, Facharzt für Neurologie, Multiple Sklerose Zentrum Salzburg, auf.

„Die Frage nach der Vererbung kann man nicht so eindeutig beantworten. Das muss man klarer Weise sagen”, betont Dr. Bsteh. „Was man sagen kann: Die MS ist eine Erkrankung, bei der eine gewisse genetische Disposition – in Hinblick auf die Reaktion des Immunsystems – vorhanden sein muss. Das ist aber nur ein Faktor von sehr vielen. Deswegen kann man aber nicht von einer Erbkrankheit sprechen.”

Weiters klärt Dr. Bsteh auf: „Allerdings ist in Familien, in denen es Betroffene mit MS gibt, die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder MS bekommen, eine Spur höher als bei Familien, bei denen MS nie aufgetreten ist. Das hängt eben mit dieser Prädisposition zusammen.”

Kurzum: „Man muss aber sagen, dass sehr viele andere Faktoren, die wir nicht im Einzelnen kennen, zusammenkommen müssen, um überhaupt die Erkrankung bei dem Einzelnen entstehen lassen zu können.”

AT/NEUR/0418/0078

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