Die Diagnose MS trifft viele Menschen im Alter zwischen 20 und 45 – und damit mitten im Berufsleben. Dann stellen sich viele Fragen: Eine der häufigsten Fragen haben wir für Sie hier kurz beantwortet.

Grundsätzlich gilt: In einem bestehenden Arbeitsverhältnis sind Sie nicht dazu verpflichtet, Ihren Arbeitgeber oder Ihre Kollegen über die Erkrankung zu informieren. Das gilt vor allem dann, wenn Sie durch die MS nicht in Ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind.

Es kann aber auch von Vorteil sein, das Arbeitsumfeld zu informieren: Wenn Sie beispielsweise wegen eines Schubes oder einer Reha-Maßnahme für einen längeren Zeitraum ausfallen sollten, können sich Arbeitgeber und Kollegen besser darauf einstellen. Vielleicht hilft es Ihnen aber auch, sich erst einmal einem oder zwei besonders guten Kollegen anzuvertrauen.

In einem bestehenden Arbeitsverhältnis besteht grundsätzlich keine Verpflichtung zur Meldung der Erkrankung. Es kann aber hilfreich sein, Arbeitgeber und Kollegen von Beginn an ins Vertrauen zu ziehen.

Achtung Mitteilungspflicht! Hingegen besteht eine Verpflichtung zur Bekanntgabe der Erkrankung beim Arbeitgeber, wenn Ihre Arbeit mit einem Sicherheitsrisiko verbunden ist oder sich die Erkrankung auf Ihren Job auswirken kann. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, Ihren Arbeitsplatz so zu verändern, dass Sie Ihrer Tätigkeit trotz Multipler Sklerose weiterhin nachgehen können. Das können sowohl ergonomische Anpassungen als auch veränderte Arbeitszeiten wie eine Teilzeitlösung oder vielleicht eine neue Position im Unternehmen sein.

Eine Mitteilungspflicht besteht, wenn die Arbeit mit einem Sicherheitsrisiko verbunden ist. Um den Job weiterhin ausüben zu können, gibt es Möglichkeiten zur Adaptierung des Arbeitsplatzes, der Arbeitszeiten bzw. des Tätigkeitsfeldes.

Wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber und Ihren Kollegen sprechen, sollten Sie sie möglichst umfassend über das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose informieren. So können Sie von Anfang an mit Vorurteilen aufräumen. Weiters können die oftmals nicht sichtbaren Symptome einer MS für Ihre Kollegen im Berufsalltag besser verständlich sein.

Beugen Sie möglichen Vorurteilen aktiv vor. Informierte Kollegen können im Berufsalltag mit nicht sichtbaren MS-Symptomen besser umgehen.

AT/NEUR/0318/0018 | Titelbild: © Ollyy/Shutterstock.com

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