Was sollten MS-Patienten zum Thema Reha wissen?

von | 18. Februar 2019 | Erkrankung & Therapie

Über Wissenswertes für MS-Patienten und deren Angehörige berichtet OA Dr. Rainer Ehling im Interview. Der Facharzt für Neurologie ist bereits das sechste Jahr am Reha-Zentrum Münster im Bereich Multiple Sklerose tätig.

Was sollten Angehörige darüber wissen?

„Was ist das eigentliche Ziel für den Patienten? Das steht in der Rehabilitation im Vordergrund.”, so der Neurologe. „Wenn wir gemeinsam mit dem Patienten und den Angehörigen an einem Strang ziehen, dann kann dieser am besten unterstützt werden.”


Welche Formen der Reha gibt es für MS-Patienten?

„Im Reha-Zentrum Münster betreiben wir die Rehabilitation multidisziplinär”, erklärt der auf MS spezialisierte Arzt. „Je nachdem welche Beschwerden der Patient hat, in welchem Krankheitsverlauf bzw. Krankheitsstadium er sich befindet, reicht die Palette der Therapie von medikamentöser Unterstützung über nicht medikamentöse Verfahren. Das kann beinhalten: Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Aber ganz wichtig ist eine neuropsychologische Unterstützung. Das – gemeinsam mit Schulungen zum Thema Multiple Sklerose – kann für Betroffene von großem Vorteil sein.”


Wie können Angehörige Betroffene unterstützen?

OA Dr. Ehling rät: „Angehörige können insofern unterstützen, indem sie dem Betroffenen helfen, seine Ziele nicht nur während der stationären Rehabilitation, sondern vor allem auch zuhause, weiterzuverfolgen: d.h. körperliche Aktivität regelmäßig durchzuführen, an der Therapie dranzubleiben und die Übungen auch regelmäßig zuhause weiterzuführen.”


Was ist Ihr persönliches Anliegen?

„Mein großes Anliegen ist es, den Patienten abseits der Rehabilitation ein Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem sie auch unterm Jahr gut zurechtkommen. Das beinhaltet das Know-How, das wir ihnen mitgeben können, damit sie auch wissen, was sie zuhause machen können, um die Krankheit positiv und auch längerfristig zu beeinflussen.”

AT/NEUR/0219/0004

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