Wie kann sich der Patient selbst bei der Reha einbringen?

von | 25. Februar 2019 | Erkrankung & Therapie

Möglichst selbstständig am Leben teilhaben: Das ist das große Ziel, wenn es um Rehabilitation geht, erklärt PT Andreas Mühlbacher, MSc., Therapieleiter am Reha-Zentrum Münster, im Video-Interview.

„Der Patient ist grundsätzlich ein Teil des interdisziplinären Teams. Das bedeutet, dass die Patienten bei uns gleich bei der Aufnahme schon Teil eines interdisziplinären Aufnahmegesprächs werden. Hier versuchen wir, mit dem Patienten Ziele zu formulieren. D.h. wir schauen, wo der Mensch in seinem sozialen Umfeld steht und was seine wichtigen Lebensbereiche sind”, informiert Andreas Mühlbacher.

„Im nächsten Schritt versuchen wir, die Patienten mit den Stärken aller einzelnen Berufsgruppen, die im Reha-Zentrum arbeiten, zu unterstützen. Mit dem Ziel, die Teilnahme am sozialen Leben generell und vor allem im privaten Umfeld wieder zu steigern.”

Grundsätzlich ist das oberste Ziel einer Rehabilitation, den Patienten dabei zu unterstützen, dass er an allen für ihn wichtigen Lebensbereichen möglichst selbstständig teilhaben kann. „Da gehören ganz viele Dinge dazu”, informiert der Therapieleiter des Reha-Zentrums Münster. „Wenn ein Patient ein Hobby hat, bei dem er Treppen steigen können muss, dann müssen wir im Reha-Team schauen, dass diese Fähigkeit so gut wie möglich erhalten bleibt. Es gehört aber auch dazu, dass wir uns mit dem Bereich der Sozialarbeit beschäftigen und schauen, welche Förderungsmöglichkeiten es gibt.”

Zusammenfassend betont Andreas Mühlbacher: „Wir versuchen wirklich in diesem interdisziplinären Kontext, den Patienten von allen Seiten, die einfach möglich sind, zu unterstützen und zu begleiten. Begleiten ist mir in dem Kontext ein sehr wichtiges Wort. Weil uns sehr viel daran liegt, dass die Patienten ein hohes Maß an Eigenverantwortung tragen.”

AT/NEUR/0219/0005

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